Mobilfunk DJ5UT

 

Ekkehard “Ekko” Schreiber, DJ5UT, silent key

Als ich 1995 regelmäßig größere Touren mit dem Wohnwagen unternommen habe, versuchte ich meine Kontakte nach DL über Packet Radio aufrecht zu erhalten. Nicht nur für eine Packet – Mail, sondern auch, um mir nützliche Daten von einigen Digi Peatern zu holen.

Das war sehr mühsam. Im Ausland brauchte ich viele Unterlagen, um vom jeweiligen Standort aus auch einen geeigneten DIGI zu finden – nach Frequenz und Richtung und Reichweite. Nach den unangenehmen Erfahrungen, dass es hier ein 70cm – Relais gab, dort nur 2m Relais, habe ich mich nach zwei Jahren auf Rtty/Amtor /Pactor / verlegt. Das machte mich auf Kurzwelle weitestgehend standortunabhängig.

Ob ich nun in Nordholland mit meinem Wohnwagen stand oder in Südspanien spielte keine Rolle mehr. Je nach Tageszeit gab es immer ein Band auf dem man eine Nachricht zum Club oder nach Hause schicken konnte; Nachrichten lesen oder Wetterkarten studieren. (DH3BAT ist mein Filius).

Technisch habe ich mein Problem gelöst mit meinem vorhandenen Alinco DX70TH Transceiver , den ich auf die halbe Sendeleistung zurück setzte, und einem Pactor-Multimodem von SCS , PTCII, mit dem ich die von mir bevorzugten Betriebsarten gemacht habe. (cw/pactor und später auch den pactor modus 3).

Von „nach Amateurfunk“ ausschauenden Antennen habe ich Abstand genommen wegen nachteiliger Erfahrungen mit vielen anderen Wohnwagenferienmachern. Sie hören immer noch Radio Hilversum auf 6MHz , und können sich nicht in den Schatten stellen, weil sie ja freie Sicht zum Satelliten brauchen) . Also verwende ich weiterhin mit gutem Erfolg die Hustler Mobil Antenne mit allen Verlängerungsspulen die der Markt so her gibt. So habe ich doch die Möglichkeit das eine oder andere Direkt-QSO als „Unangesehener CB-Funker“ zu machen. Ich denke da besonders an die QSO’s mit anderen Mobilisten, Yachten, LKWs und ins besondere an meinen alten Freund Carl , W1LTY in Bosten (täglich 16GMT).

Den Ausbreitungsbedingen der kurzen Wellen gilt dabei ein besonderes Augenmerk. Ein kurzer Strahler, an einem Fahrzeug montiert , kann immer nur ein schwacher Kompromiss sein, gegenüber dem, was möglich ist. Da gilt es in Anlehnung an die Ausbreitungsbedingen der Funkwellen das richte Augenmerk auf den Zeitpunk zu legen. Dann verliert die leistungsschwache Antenne auch etwas an Bedeutung . l

Mit diesem Rüstzeug habe ich 2009 eine sechswöchige Seereise nach Zentral Amerika unternommen. Nur die Mobil_Antenne war eine andere: Ein Keleman Dipol. Ich hatte sie mir für einen solchen Zweck anfertigen lassen . Bei vorgegebener Länge von zweimal 5 Metern sollte sie abstimmbar auf den Bändern 10, 14, und 18 Mhz sein. Damit war es mir möglich qso’s in alle Kontinente zu machen.

Mit dem PTC-II Multimodem ist es möglich seine GPS Position mit zu übertragen, wenn man sich mit einer WL2K (Winlinkstation) verbindet. Auf einer Karte wird die Position im Internet dargestellt. (s.dazu www.findu.com) und so ist es auch jeder Landratte möglich, die Reise zu verfolgen.  www.Funkboje.de

Ein Klick auf das Bild und es wird groß angezeigt.
Alle Geräte werden vom 12Volt Netz des Wohnwagens versorgt. Ein 12V/100A Blei-Gelee-Akku wird während der Fahrt vom PKW geladen oder auf dem jeweiligen Stellplatz aus dem 220V~ Netz. Für so einen Tagesanschluss zahlt man heute zwischen Norwegen und Griechenland bis zu 5 Euro Gebühr pro Tag. Was liegt da näher als sich mit einer eigenen Stromversorgung zu beschäftigen. Ich habe eine Solarzelle die (optimal) 3.5A Gleichstrom abgibt und für die Grundversorgung ausreicht. Eine Kaffeemaschine, eine Mikrowelle oder ein Fernseher gehören bei mir nicht zum Inventar. Der Kühl-schrank und der Herd werden mit Gas betrieben. Auch habe ich die Solarplatte nicht am oder auf dem Wohnwagen montiert, sondern ich stelle sie am Boden optimal zu Sonne ausgerichtet auf. Auf diese Weise erhalte ich täglich mindestens 10Ah für die Bordbatterie.

Meine Touren dauern im Allgeneinem jährlich mehr als 5 Monate. Da rechnet sich eine Selbstversorgung.

Die Palette ist riesengroß und es gibt tausenderlei Wege Menschen kennen zu lernen die auch keine Fremdsprachen-Asse sind,aber mit denen man sich hervorragend verstehen kann. Ekko©