Funkwetter

 
Der Funkwetterbericht vom 14. April 2026, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

Zunächst der Rückblick vom 7. bis 14. April: 

Nachdem sich das geomagnetische Feld nach einer stürmischen Phase am 2. und 3. April beruhigt hatte, fiel auch der solare Fluxindex bis auf 94 Einheiten. Die einzige aktive Sonnenfleckengruppe 4409 emittierte einen M- und elf C-Flares. Das Erdmagnetfeld war durch intensiven Sonnenwind am 10. und 11. April beeinträchtigt. Trotz der niedrigen Fluxwerte waren die Ausbreitungsbedingungen auf 20 m und 15 m gut. Am Wochenende waren dort fernöstliche Stationen, darunter viele Japaner, laut zu hören. Auf den unteren Kurzwellenbändern war morgens die tote Zone lange ausgeprägt und erschwerte Verbindungen innerhalb Deutschlands.
Die für 3000 Kilometer Sprungentfernung in Juliusruh ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht betrug am 12. April nachts etwa 7 MHz, bei Sonnenaufgang 8 MHz und zwei Stunden später 15 MHz. Sie erreichte tagsüber 20 MHz, bei Sonnenuntergang 20 MHz und fiel zwei Stunden danach auf 16 MHz.
 

Vorhersage bis 21. April:
Der solare Fluxindex wird auf etwa 120 Einheiten steigen. Von den drei sichtbaren Sonnenfleckengruppen wird AR 4419 größer. Sie befindet sich noch am östlichen Rand der Sonne und wird uns begleiten. Der geomagnetische Index kp beträgt an fast allen Tagen etwa zwei bis drei. Ab 17. April steigt die Wahrscheinlichkeit für Störungen durch starken Sonnenwind. Wir erwarten normale DX-Bedingungen auf den Kurzwellenbändern zwischen 7 und 21 MHz. Die Bänder 12 und 10 m öffnen vorzugsweise in Richtung Süden. Über den langen Weg sind morgens weiterhin Stationen aus dem pazifischen Raum erreichbar. Nachts ist 40 m das beste DX-Band. Am 22. und 23. April befinden wir uns im Meteorstrom der Lyriden.


Orientierungszeiten für Grayline DX in der 16. Woche 2026

DX – QTH Sonnenaufgang UTC Sonnenuntergang UTC
Auckland/Neuseeland 18:44

06:07

Melbourne/Ostaustralien 20:45 07:55
Perth/Westaustralien 22:36 –:–
Singapur/Rep. Singapur 23:00 –:–
Anchorage/Alaska 14:39 05:16
Johannesburg/Südafrika 04:22 15:53
Tokio/Japan 20:10 –:–
Honolulu/Hawaii 16:13 04:50
San Francisco/Kalifornien 13:36 02:44
Port Stanley/Falklandinseln 10:40 21:13
New York/USA-Ostküste –:– 23:33
Sao Paulo/Brasilien –:– 21:53
Berlin/Deutschland

04:11

18:02

     

 


Funkwettervorhersage VOACAP nutzt Google Maps

Die Online-Funkwettervorhersage VOACAP http://www.voacap.com/prediction.html nutzt Google-Maps-Karten. Dies erleichtert die Eingabe des Sender- und Empfängerstandortes erheblich, da der Nutzer lediglich die Standort-Markierungen auf der Karte per Maus verschieben muss. Per Mausrad oder Tastatur kann in die Karte außerdem hinein gezoomt werden, um beispielsweise auch detailliertere Ausbreitungs-Vorhersagen innerhalb eines Landes zu erhalten. In die Berechnung können verwendete Antennentypen und Sendeleistung einbezogen werden.