Funkwetter

Der Funkwetterbericht vom 03. Dezember 2025, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL

Zunächst der Rückblick vom 26. November bis 3. Dezember:
Zwischen dem 17. und 27. November wurden keine M-Flares beobachtet. Der solare Fluxindex war in den 120er-Bereich abgefallen. Seit dem 28. November meldeten sich die beim letzten Sonnenumlauf durch intensive Flaretätigkeit aufgefallenen Regionen 4281 und 4274 zurück. Seitdem ist die Sonnenaktivität mit 170 C-, 9 M- und einem X-Flare wieder hoch und der solare Fluxindex stieg auf 197 Einheiten. Glücklicherweise gab es den ersten X-Flare erst am Montag. So herrschten am Wochenende gute bis sehr gute Ausbreitungsbedingungen zwischen 80 und 10 m. Beispielsweise waren Fünfband-QSOs mit Australien eine willkommene Überraschung. Der CQWW Contest bot mit Blick auf die Verlaufskurven vom 25. Sonnenfleckenzyklus noch einmal ein besonderes Highlight, denn die Mittelwerte der Solardaten sind seit dem Sonnenfleckenmaximum deutlich geringer geworden.

Vorhersage bis 10. Dezember:
10 Sonnenfleckenregionen begleiten uns im Vorhersagezeitraum. Die größten Sonnenflecken befinden sich noch im südöstlichen Sonnenquadranten, sodass zur Erde gerichtete CME‘ s eher nicht auftreten werden. Weitere M-Flares sind zu 75 Prozent, X-Flares zu 30 Prozent wahrscheinlich. Geomagnetische Störungen sind um den 5. und 13. Dezember zu erwarten. Insgesamt erfreut uns die winterliche Ionosphäre mit guten Ausbreitungsbedingen auf allen Kurzwellenbändern zwischen 80 und 10 m. Nachts liegt die für 3000 km Sprungentfernung für Juliusruh geltende MuF2 zwischen 4 und 7 MHz, bei Sonnenaufgang bereits bei 17 MHz. Sie steigt schnell und übersteigt tagsüber 30 MHz. Bei Sonnenuntergang beträgt sie noch etwa 24 MHz und zwei Stunden später noch 15 MHz. Wir befinden uns vom 04. bis 20. Dezember im Meteorstrom der Geminiden, dessen Maximum am 14. Dezember mit einer Fallrate von bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde erwartet wird.


Orientierungszeiten für Grayline DX in der 49. Woche 2025

DX – QTH Sonnenaufgang UTC Sonnenuntergang UTC
Auckland/Neuseeland 16:55

07:26

Melbourne/Ostaustralien 18:51 09:28
Perth/Westaustralien 21:03 –:–
Singapur/Rep. Singapur 22:52 –:–
Anchorage/Alaska 18:46 00:46
Johannesburg/Südafrika 03:07 16:47
Tokio/Japan 21:33 –:–
Honolulu/Hawaii 16:53 03:48
San Francisco/Kalifornien 15:08 00:51
Port Stanley/Falklandinseln 07:36 23:58
New York/USA-Ostküste –:– 21:28
Sao Paulo/Brasilien –:– 21:41
Berlin/Deutschland

06:56

14:55

     

Funkwettervorhersage VOACAP nutzt Google Maps

Die Online-Funkwettervorhersage VOACAP http://www.voacap.com/prediction.html nutzt Google-Maps-Karten. Dies erleichtert die Eingabe des Sender- und Empfängerstandortes erheblich, da der Nutzer lediglich die Standort-Markierungen auf der Karte per Maus verschieben muss. Per Mausrad oder Tastatur kann in die Karte außerdem hinein gezoomt werden, um beispielsweise auch detailliertere Ausbreitungs-Vorhersagen innerhalb eines Landes zu erhalten. In die Berechnung können verwendete Antennentypen und Sendeleistung einbezogen werden.